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Klassische Musik und Oper von Classissima

Edvard Grieg

Sonntag 11. Dezember 2016


nmz - KIZ-Nachrichten

7. Oktober

KMK nominiert Leipzigs Musikerbe-Stätten für Kulturerbe-Siegel

nmz - KIZ-Nachrichten Bremen/Leipzig - Leipzigs Musikerbe-Stätten sollen mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel (EKS) ausgezeichnet werden. Die Kultusministerkonferenz beschloss am Donnerstag in Bremen die Nominierung für den anstehenden Bewerbungsdurchgang 2017 bei der Europäischen Kommission. Es ist die einzige Bewerbung Deutschlands für das kommende Jahr. Die Nominierung bündelt neun europaweit für das Musikleben bedeutende Leipziger Einrichtungen - die Thomaskirche, das Bach-Archiv, die Alte Nikolaischule, das Mendelssohn-Haus, die Hochschule für Musik und Theater «Felix Mendelssohn Bartholdy», das Schumann-Haus, die Grieg-Begegnungsstätte, das Gewandhaus und die Leipziger Notenspur. Weiterlesen

nmz - neue musikzeitung

7. Oktober

KMK nominiert Leipzigs Musikerbe-Stätten für Kulturerbe-Siegel

Bremen/Leipzig - Leipzigs Musikerbe-Stätten sollen mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel (EKS) ausgezeichnet werden. Die Kultusministerkonferenz beschloss am Donnerstag in Bremen die Nominierung für den anstehenden Bewerbungsdurchgang 2017 bei der Europäischen Kommission. Es ist die einzige Bewerbung Deutschlands für das kommende Jahr. Die Nominierung bündelt neun europaweit für das Musikleben bedeutende Leipziger Einrichtungen - die Thomaskirche, das Bach-Archiv, die Alte Nikolaischule, das Mendelssohn-Haus, die Hochschule für Musik und Theater «Felix Mendelssohn Bartholdy», das Schumann-Haus, die Grieg-Begegnungsstätte, das Gewandhaus und die Leipziger Notenspur. Weiterlesen




ouverture

3. August

Celebrating David Geringas (Hänssler Classic)

Mit einer CD ehrt Hänssler Classic den Cellisten David Geringas, der jüngst seinen 70. Geburtstag feierte. Dazu wurden Aufnahmen zusam- mengestellt, die man fast durchweg als Meilensteine seines musikali- schen Weges betrachten kann. Die Auswahl war sicherlich nicht einfach, denn der Musiker hat fast hundert CD eingespielt; viele davon wurden mit Preisen ausgezeichnet. Zu hören ist beispielsweise der erste Satz, Allegro, aus dem Streichquin- tett in fis-Moll op. 63 von Walter Braunfels, interpretiert von Geringas gemeinsam mit dem Grigolts-Quartett. Für diese Aufnahme gab es 2013 den Echo Klassik sowie den Supersonic Award.  Die CD beginnt mit dem ersten Satz aus der Sonate Nr. 2 D-Dur op. 58 von Felix Mendelssohn Bartholdy. „Ich war in Moskau einer der wenigen Cellisten, der seine Sonaten überhaupt gespielt hat“, berichtet Geringas im Beiheft. „Im ersten Konzert, das ich mit meiner Frau Tatjana nach der Geburt unseres Sohnes Alexander gegeben habe, stand die zweite Sonate von Mendelssohn auf dem Programm. (..) Rostropowitsch saß übrigens damals im Konzert, und das hatte für meine Frau angenehme Folgen: Sie bekam ihre erste Anstellung als Lehrerin am Moskauer Konservatorium.“  Immer wieder hat Geringas auch Musikstücke uraufgeführt, darunter etliche Werke von Komponisten aus seiner Heimat Litauen. So erklingt auf dieser CD Musik von Osvaldas Balakauskas, Anatolijus Šenderovas und Vytautas Laurušas. „Das ganze Schaffen von Balakauskas ist so anders, so schwer zugänglich, mit so vielen technischen Problemen verbunden, dass es für mich eine der größten Herausforderungen wurde“, erläutert der Cellist. An die Grenzen des Unmöglichen zu gehen, ein tiefgreifendes Verständnis auch für komplexe Musik zu erarbeiten und durch das eigene Musizieren die Absichten der Komponisten hörbar zu machen, darauf legte bereits Mstislaw Rostropowitsch größte Wert, bei dem David Geringas einst studierte. „Man muss stets so spielen, als ob man das Stück zum ersten Mal spielt – aber fundiert durch ein großes Wissen“, unterstreicht der Musiker; im Beiheft ist das komplette, sehr interessante Gespräch nachzulesen, das Jan Brachmann mit David Geringas geführt hat.  Das Programm wird abgerundet durch weniger avantgardistische Klänge: Gemeinsam mit dem Geiger Dmitry Sitkovetsky und dem Pianisten Jascha Nemtsov spielt Geringas einen Satz aus Schostakowitschs Trio op. 67. Gleichsam eingerahmt wird alles durch Werke von Jean Sibelius und Edvard Grieg; am Klavier begleitet den Cellisten dabei Ian Fountain. 

Crescendo

9. März

Der unheimliche Pianist - Lucas Debargue: Der unheimliche Pianist

Während andere jahrelang an ihrer Technik feilten, studierte Lucas Debargue lieber Literatur und saß an Supermarktkassen. Nur – er hat die anderen längst abgehängt.Als spätberufener Senkrechtstarter überraschte Lucas Debargue im vergangenen Sommer Jury und Publikum beim renommierten Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau. Mit seinem virtuosen, energiegeladenen Klavierspiel kam der unkonventionelle Franzose aus dem Stand auf den vierten Platz und erhielt den Preis der Musikkritiker. In den Feuilletons wird seither fleißig an einem neuen Mythos gestrickt. Denn Debargue begann erst mit elf Jahren zu spielen, rührte dann als Teenager jahrelang kein Instrument mehr an, studierte Literatur und verdiente sein Geld zeitweise als Kassierer im Supermarkt. Kein Wunderkind, dafür ein Autodidakt, dessen Genialität fast etwas Unheimliches anhaftet? Etliches von dem, was über ihn geschrieben wurde, verweist Debargue ins Reich der Fabel. „Ich habe keineswegs allein und nur nach Gehör zu musizieren angefangen“, erklärt der Pianist, inzwischen 25 Jahre alt, während er eindringlich durch seine Brille mit schwarzem Rand blickt. Seine erste Lehrerin in der nordfranzösischen Stadt Compiègne, Madame Meunier, half ihm dabei, seinen Weg als Künstler zu finden. Doch erst vier Jahre vor dem Tschaikowsky-Wettbewerb begann er, sich ernsthaft auf eine professionelle Karriere vorzubereiten. Seitdem wird er von der erfahrenen, russischen Klavierpädagogin Rena Shereshevskaya betreut. Im Grunde lasse sich Musik aber nicht lehren, davon ist Lucas Debargue überzeugt. Klavierspielen könne man sich nur selbst aneignen, allerdings nicht ohne ständigen geistigen Austausch mit anderen. Shereshevskaya machte ihn fit für Moskau, wo er unter anderem mit Ravels vertrackter Tondichtung Gaspard de la nuit, Beethovens Siebter Klaviersonate und Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 Beifall einheimste. Zu seinem Repertoire gehörte auch eine Sonate des selbst in seiner Heimat Russland selten gespielten Komponisten Nikolai Medtner. Schirmherr Valery Gergiev war derart überzeugt, dass er den Viertplatzierten entgegen aller Regeln beim Galakonzert der Preisträger auftreten ließ. Führt er seit dem Wettbewerb ein anderes Leben? Debargue, der jetzt viele Konzerte gibt und in Berlin bereits sein zweites Soloalbum aufgenommen hat, muss nicht lange nachdenken. „Rein äußerlich hat sich alles verändert, in meinem Inneren dagegen nicht. Die Suche nach Klarheit und das Bedürfnis weiterzukommen, all dies ist geblieben. Die vielen Menschen um mich herum zu ertragen, ist weitaus schwieriger, als sich auf die Musik zu konzentrieren. Aus der Musik schöpfe ich immer wieder neue Kraft.“ Mit entschlossener Stimme formuliert Debargue Erkenntnisse, die kaum je einen Moment des Zweifelns zulassen. Er strebe nach „clarté“, einer Klarheit des Ausdrucks, die ihm dabei helfe, sich in dieser Welt zu verorten, bekennt er. „Ich spüre das Bedürfnis, meine Erfahrung mit den Dingen in einem Minimum eindeutiger Worte zu konzentrieren. Das hilft mir bei der Suche nach einer klaren Form, in der ich als Interpret die Inhalte der Musik vermitteln kann.“ Manch einer hat sich gefragt, wie er so blitzartig in den Klavier-Olymp aufsteigen konnte. „Anfangs war ich erschrocken, als man mich fragte, wie ich das geschafft hatte“, gibt er zu. „Doch was spricht dagegen, dass es im Leben nicht auch mal rasch vorangehen kann? Letztlich kommt es doch auf die Legitimität des eigenen Tuns an.“ Auf seiner ersten, im April erscheinenden CD, die bei einem Recital im Pariser Salle Cortot aufgenommen wurde, präsentiert Debargue ein breit gefächertes Repertoire, von Sonaten des Barockkomponisten Domenico Scarlatti über Werke von Schubert, Chopin, Liszt, Grieg und Ravel bis hin zu eigenen Improvisationen. Für die Zukunft hat er sich unter anderem die Zweite Klaviersonate des Polen Szymanowski vorgenommen – „ein geniales Stück, aber auch ein Monstrum für einen Pianisten“. Jahre bevor er Klavierspielen lernte, entdeckte Debargue mit Mozart die klassische Musik. „Der Film „Amadeus“ hat mich absolut fasziniert. Später begann ich mich für Bach und dann vor allem für Rachmaninow, Prokofjew und Skrjabin zu interessieren.“ Unter den Franzosen sind die Romantiker Emmanuel ­Chabrier und Georges Bizet seine größten Favoriten. „Zwei Genies, die viel zu früh verstorben sind. Meiner Ansicht nach sind sie wichtiger als Ravel und Debussy.“ Der größte Komponist pianistischer Werke bleibt für ihn allerdings Chopin. „Er hat ein Universum für das Klavier geschaffen. Leider sind viele aktuelle Interpretationen viel zu beliebig. Jeder meint heute zu wissen, wie man ein Rubato spielen sollte. In Wirklichkeit kommt wenig dabei heraus. Lieber höre ich mir ältere Aufnahmen an, etwa Chopins Dritte Ballade, gespielt von Rachmaninow. Unglaublich!“ Als Klavier-Fetischist sieht sich Debargue aber nicht. „Eigentlich liegt mir gar nicht so viel an diesem Instrument. Es dient mir hauptsächlich dazu, Musik zu machen. Auch in Zeiten, in denen ich nicht spiele, ist mir die Musik immer nahe.“ Vor Auftritten habe er stets Lampenfieber, gibt er zu. „Die ersten fünf Minuten eines Konzerts sind besonders heikel. Man muss einen kühlen Kopf bewahren und sollte keine Experimente wagen. Wenn diese fünf Minuten überstanden sind, kann eigentlich nichts mehr passieren.“ Corina Kolbe Lucas Debargue: Scarlatti,Chopin,Liszt,Ravel Sony Classical (Sony Music)



Crescendo

24. November

Auf einen Kaffee mit… Campino - Campino

Campino, Sänger der Band Die Toten Hosen, begab sich erneut in die Welt der klassischen Musik als Sprecher des neuen Kinderalbums „Peter und der Wolf in Hollywood“. Außerdem erscheint dieser Tage eine Aufnahme aus dem Oktober 2013, als die Toten Hosen und das Sinfonieorchester der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf drei Konzerte in der Tonhalle Düsseldorf gaben. Unter dem Titel „Willkommen in Deutschland“ wollten die Musiker an die Reichsmusiktage und die Ausstellung „Entartete Musik“ im Ehrenhof 75 Jahre zuvor erinnern.Campino, in „Peter und der Wolf in Hollywood“ übernehmen Sie alle Stimmen selbst: vom Erzähler über Peter bis hin zu den Tieren. Wie spricht man eine Ente? Quakig. Man probiert aus und geht gerade so weit, dass es nicht lächerlich wird. Als Erzähler musst du tonal in einem gewissen Rahmen bleiben und trotzdem müssen sich die Stimmen unterscheiden. Meinem Vogel zum Beispiel hatte ich am Anfang einen Sprachfehler verpasst. Irgendwann kam ich aber darauf, dass ich vielleicht der einzige sein könnte, der darüber lacht. Deshalb habe ich das revidiert. Mit den Stimmen zu spielen, hat mir am meisten Spaß gemacht. Anfangs hatte ich noch Respekt und fand es komisch, den Märchenonkel zu geben. Doch je länger ich las, umso besser kam ich rein. Als die Deutsche Grammophon Sie fragte, ob Sie ihr Märchen-onkel sein wollen – wie war Ihre erste Reaktion? Ich kenne „Peter und der Wolf“ noch aus meiner Kindheit. Deshalb wollte ich zuallererst wissen, ob es gelingt, die Geschichte in die Jetztzeit zu holen. „Peter und der Wolf in Hollywood“? Das fand ich zunächst seltsam. Ich wollte den klassischen Stoff in keiner Weise angreifen. Aber das ist letztlich auch nicht passiert. Ich war erfreut zu entdecken, dass für die Rahmenhandlung weitere Musik mit großer Liebe ausgewählt wurde, von Wagner, Schumann oder Grieg. Dann habe ich die Zeichnungen für die App gesehen, die es zum Hörspiel gibt. Das ist alles mit sehr viel Liebe und Leidenschaft gemacht und zieht die Kinder so in den Stoff, wie es sein sollte. Sie wachsen nunmal mit iPads auf und sehen auch ihre Eltern ständig am Computer. Sergei Prokofjew wollte in seiner Version Kindern Instrumente erklären. In der Adaption lernen Kinder auch noch andere Komponisten kennen. Wie gefällt Ihnen das? Mich macht das glücklich. Ohne pädagogisch wertvoll sein zu wollen, wird die Musik unterschiedlicher Komponisten wie kleine Appetithäppchen serviert. Wenn das den Kids gefällt, haben sie die Möglichkeit, sich näher damit zu befassen. Musik ist etwas unglaublich Schönes. Aber man kann niemanden zu seinem Glück zwingen. Ich würde davon abraten, das mit „Peter und der Wolf in Hollywood“ zu versuchen. Man kann etwas anbieten, und wenn die Kinder es nehmen, darf man sich freuen. Aber man muss ihnen den Raum geben, Musik selbst zu entdecken. Wie sind Sie mit klassischer Musik in Berührung gekommen? Wir waren immer eine musikalische Familie, meine Mutter leidenschaftliche Sängerin in einem Düsseldorfer Chor, meine Schwester Balletttänzerin unter Choreografen wie John Neumeier oder Marcia Haydée. Als ich zehn war, kam meine Mutter zu mir und sagte: Da wird eine Musikschule eröffnet, schau doch mal, welche Instrumente dich interessieren könnten. Ich habe geantwortet: Du weißt doch, ich finde Schlagzeug am besten. Das wurde leider nicht angeboten, da hat sie mich zum Trompetenkurs angemeldet. Und die Beziehung zwischen Ihnen und der Trompete …? Ich habe sie nie zum Leben erwecken können. Meiner Mutter zuliebe habe ich vier Jahre lang gespielt. Ich habe es nicht übers Herz gebracht, ihr zu sagen, dass das nicht mein Instrument war. Den Höhepunkt meiner Karriere hatte ich alljährlich beim St.-Martins-Umzug. Ansonsten habe ich einsam meine Übungen durchgezogen. Auf eine solche Art und Weise kommt natürlich keine Magie auf. Magisch wird Musik erst, wenn du auf einen Haufen Gleichgesinnter triffst, mit denen du dann zusammen spielst. Kam die Trompete noch mal zum Einsatz? Bei meiner ersten Band ZK habe ich die Trompete noch so manches Mal ausgepackt. Ich mochte die Londoner Band X-Ray Spex sehr gern, die einen festen Saxofonisten hatte. Das war für mich der Beweis, dass auch Blasmusik die Rockmusik nicht verwässern muss. Aber irgendwann hat mich genervt, dass Musiker immer dann, wenn sie nicht mehr weiterwussten, angefangen haben, mit Bläsersätzen zu arbeiten. Das war für mich ein Zeichen. Da habe ich die Trompete dann weggelegt. Und wie hat Ihre Mutter reagiert, als Sie die Klassik sein ließen und Punkmusiker wurden? Dass es mit der Trompete nichts wurde, war keine allzu große Enttäuschung. Sie goutierte, dass ich es vier Jahre lang probiert hatte. Punkrock war eine andere Geschichte: Meine Mutter war Engländerin. Sie fühlte sich von den Texten genauso angegriffen wie die englische Gesellschaft: Anarchy in the UK oder If it ain´t stiff, it ain´t worth a fuck, das Labelmotto von Stiff Records, das ich auf der Jacke stehen hatte. Das war der Beginn einer Eiszeit. Meine Verwandtschaft in England durfte ich für mehrere Jahre nicht besuchen. Doch ich hatte mir Punk nicht ausgewählt, weil ich gegen meine Eltern oder irgendwas anderes war. Ich liebte einfach die Musik. Die Haltung dahinter hatte also zunächst weniger Bedeutung? Die kam erst mit der Zeit. Ich war schon immer sehr musikaffin. Mit fünf, sechs Jahren brachte mich mein großer Bruder nur ins Bett mit Hang on sloopy von The McCoys oder I´m her yesterday man von Chris Andrews. Als 1975 die erste AC/DC-Platte erschien, war ich ihrer Musik verfallen. Fast zur selben Zeit kam schon der Punkrock. Ich hatte Lust auf das Aggressive. Lieder abzuschießen, nicht länger als zwei, drei Minuten lang – das war für mich genau das Richtige. Wie sind Ihre ersten eigenen Songs entstanden? Mit unserer ersten Band ZK hatten wir gar keine andere Wahl, als unsere eigenen Songs zu schreiben. Wir waren einfach zu schlecht, um andere Bands zu covern. Das hörte sich so grauenhaft an, dass wir unsere eigene Musik erfinden mussten. Die Punkbewegung war für uns eine unglaubliche Chance. Die Maxime lautete: Hör auf, Helden zu verehren, mach es selber. Hier sind drei Akkorde, gründe eine Band. Und wie wird aus drei Akkorden heute Musik? Indem man herumspielt. In meinem Kopf war immer schon ein Haufen von Melodien. Ich habe keine Ahnung von Notenlehre, aber wenn ich eine Melodie höre, fällt mir sofort eine Harmonie oder eine Gegenmelodie ein. Wer hilft Ihnen dabei, die Melodien zu verarbeiten? Kuddel, unser Gitarrist. Wir haben über die Jahre unsere eigene Sprache entwickelt. Kuddel kam als Fünfzehnjähriger zu ZK in den Proberaum. Die Band gab es drei Jahre und wir hatten immer Probleme mit den Gitarristen. In der Szene hatte einfach keiner Lust, mit uns zu spielen. Aber irgendwann hieß es einmal: Es gibt da einen Jungen, den könnt ihr gut gebrauchen. Er war noch nie in einer Band und ist Linkshänder. Das war unsere erste Begegnung. Was Musik angeht, verstehen wir uns blind. Er weiß exakt, was ich meine. Und wenn nicht, haben wir die Geduld, uns so lange zuzuhören, bis wir das ausgetüftelt haben. Hören Sie heute klassische Musik? Ich höre alles. Ich habe keine Lust, ein Genre zu verdammen oder zu verherrlichen. Arvo Pärt gehört zu meinen Lieblingskomponisten. Das ist ein ganz moderner, sehr ruhiger Klassiker. Da gehen einzelne Stücke manchmal über fünfzehn Minuten. Superzeug. Ich höre aber auch gerne Reggae, Ska oder elektronische Musik. Das Schönste am Älterwerden ist, dass man sich von selbst gesteckten Grenzen verabschiedet. Für mich gibt es nur noch zwei Arten von Musik: diejenige, die mich anspringt, und die andere, bei der das nicht klappt. Ich nehme mir das Recht heraus, AC/DC zu hören, danach eine alte ABBA aufzulegen, um schließlich in die Klassik zu gehen. Die Schönheit eines Orchesters, das Zusammen-arbeiten von über hundert Seelen – das ist etwas Unglaubliches. Interview: Kai Schächtele Campino: Peter und der Wolf in Hollywood Deutsche Grammophon (Universal Music)

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